Stablecoins beinhalten meist Kapitalsperrklauseln

Circle, das für die Erstellung des Stablecoins USDC verantwortlich ist, welches 1:1 an den  US-Dollar gekoppelt sein soll, kann Gelder vorübergehend oder dauerhaft einfrieren. Das haben User in einem der Absätze der USDC Circle Benutzervereinbarungen gefunden und darüber via Twitter aufmerksam gemacht.

Die Richtlinien der USDC Circle Benutzervereinbarungen besagen ausdrücklich, dass sich das Unternehmen das Recht vorbehält, bestimmte USDC-Adressen auf eine „Blacklist“ zu setzen und Gelder einzufrieren oder einzuziehen, wenn es einen Verdacht auf illegale Aktivitäten oder Verstöße gegen die Nutzungsregeln gibt.

USDC wurde kürzlich in das Portfolio der Kryptobörse Coinbase aufgenommen, die über das Unternehmen Center mit Circle verbunden ist.

Trotz der Aufruhr in den sozialen Netzwerken, die die Blacklist des USDC Circles verursacht hat, ist das keine Besonderheit. Kapitalsperrklauseln sind bei Token üblich, die durch eine Treuhand-Fiatwährung abgesichert sind. 

Dies ist zum Beispiel auch der Fall beim Gemini Dollar (USDG), eines ebenfalls an den Dollar gekoppelten Stablecoins. Schön hat das Alex Lebed beschrieben: Gemini can make GUSD non-transferrable at any moment (code veview):

Gemini USDG ist ein neuer zentralisierter Stablecoin (ähnlich Tether), der als ERC20-Token auf der Ethereum-Blockchain implementiert ist. Die aktuelle Implementierung gibt Gemini die Möglichkeit, jedes Konto einzufrieren oder alle Token nicht übertragbar zu machen. Die Depotbank ist in der Lage, die Implementierung des Tokens alle 48 Stunden vollständig zu ändern.

Gleiches gilt für PAX der Firma Paxos Standard, die laut Vertrag „PAX von jeder Adresse in der Blockchain einfrieren und wieder freigeben kann“. Darüber hinaus können sie den Saldo einer Adresse löschen, nachdem dieser eingefroren ist, um es Behörden zu ermöglichen, den unterstütztenden Vermögenswert zu beschlagnahmen.

Es ist offensichtlich, dass die an dem US-Dollar oder an eine andere offizielle Fiat-Währung gebundene ‚Krypto-Währung‘ nicht die aus der Dezentralisierung abgeleitete Autonomie hat. Eigentlich ist die Bezeichnung Kryptowährung wieso unpassend, denn diese Art von Stablecoins sind zentralisiert und unterstützen die Notwendigkeit der Kontrolle und Auditierung Dritter, damit die dahinter liegende Reserve garantiert werden kann.


 

Quelle: criptonoticias.com

Version: Kryptos und Tech im Blickpunkt

 

 

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